Laing wandelt in den Spuren von Sartre, wenn er ‘das Nichts’ als eine ‘anthropologische Konstante’ einführt. Nach Sartre bringt der Mensch das Nichts in die Fülle des Seins ein; ohne ihn ist das Sein kompakt und kohärent. Kaum taucht aber ein meschliches Bewusstsein auf, wird das Sein in Frage gestellt, angezweifelt, durch Pläne und Entwürfe überschritten. Aus dem Nichts entspringt nicht nur die Daseinsangst, sondern auch die Schöpferkraft des Menschen.
—Josef Rattner